Lucky und Hope
19. Juni 2012Ruhig ist es geworden seit am Donnerstag morgen Luke von seinen neuen Menschen abgeholt wurde. Nicht nur ich vermisse die liebenswerte, lebhafte ‘Krawall-Nudel’, auch Zimon aber vor allem Lucky und Hope haben ihn die ersten Tage merklich vermißt und auch gesucht.
Nun haben sich die beiden Mädels an die neue Situation angepaßt und beschäftigen sich viel zusammen im Garten oder in der Wohnung. Lucky und Hope kommen prima miteinander aus, Machtkämpfe beschränken sich bisher zumeist auf harmloses Gerangel, selten wird es einmal lauter und wirklich ernst.
Schön ist nun, dass es mit 2 Welpen wesentlich leichter ist etwas zu unternehmen, auch für mich alleine. Ich finde es momentan besonders wichtig dass es viel Neues für die beiden Mädels gibt und schon Bekanntes weiter verfestigt wird.
In den letzten Tagen ging es vermehrt um die Leinenführigkeit. Halsband und Geschirr tragen, das kennen unsere Welpen schon länger. Im Garten bin ich letzte Woche schon einige Runden mit den beiden gegangen und weil es bei Hope auf Anhieb so gut klappte, direkt beim 1. Mal auch eine kleine Runde über die Straße mit ihr und Tux.
Mit Lucky klappte das auf der Straße vorm Haus nicht so ganz auf Anhieb. Lucky war so von dem Neuen und den vorbei fahrenden Autos irritiert dass sie dicht machte und sich einfach erst mal platt hinlegte. Ich habe dann gewartet bis sie sich entspannt und interessiert umschaut, ehe ich sie in den Garten zur Mama zurück getragen habe.
Am Wochenende sind wir dann zu zweit mit den beiden Mädels und Tux los gegangen. Das ist neu für die Welpen, denn bisher gings auf dem Arm ins Auto und im Feld liefen sie frei hinterher.
Hier vor der Türe war Lucky wieder nicht dazu zu bewegen mit zu gehen, so wurde sie dann die ersten paar Meter getragen, bis zur Seitenstraße. Von dort an ging auch Lucky fein an der Leine mit. Im Feld durften die 3 dann natürlich frei laufen…

Hope schaut sich interessiert das rauschende Wasser am Wehr an. Über die Brücke haben wir die beiden getragen.
…doch kurz vor der Straße auf dem Rückweg wurden sie wieder angeleint.
Für den Anfang, zum Üben beim Welpen und unsicheren Hunden, verwende ich lieber ein Geschirr. Bisher hat die spätere Umstellung von Geschirr auf Halsband niemals zu Problemen geführt.
Auf dem Rückweg haben wir dann die Hunde auch mal zwischendurch getauscht. Hier sieht man wie gut das mit Lucky nach anfänglichen Schwierigkeiten dann geklappt hat. Natürlich ist es auch gut, dass die Welpen sich am zuverlässigen Tux orientieren können.
So ist es nun auch für Lucky fast kein Thema mehr an der stärkrt befahrenen Hauptstraße entlang zu gehen.
In der Wohnung kann ich den Welpen auch immer mehr vertrauen und sie auch mal unbeaufsichtigt für einige Zeit im Wohnzimmer alleine zu lassen. Nachts schlafen Lucky und Hope jedoch noch immer im ca. 8 qm großen Welpenzwinger, der im Wohnzimmer steht oder auf 3 qm bei uns im Schlafzimmer. Beide schlafen durch und sind solange ruhig bis wir sie hinaus lassen.
Natürlich schlafen die beiden auch tagsüber viel, besonders bei schlechtem Wetter. Wobei Hope noch immer viel in Rückenlage schläft, was sie ja bereits als Neugeborene gezeigt hat
Auf das Sofa dürfen die beiden auch ab und zu, jedoch nur mit Erlaubnis. Hope guckt sehr gerne aus dem Fenster zur Straße und beobachtet Autos und Menschen.
Hier der Versuch die beiden für ein Foto auf dem Sofa zu plazieren und einige Sekunden lang die Aufmerksamkeit zu gewinnen, ohne dass sie runter springen. Wobei das auch direkt eine gute Übung für das Komando ‘Bleib’ ist
Hope hat neben dem Rücken schlafen auch noch von Anfang an die Angewohnheit vorwiegend im Liegen zu fressen, wobei sie bis vor einigen Wochen dabei immer leise vor sich hin gequitscht hat. Warum sie ‘gequietscht’ hat, das haben weder wir, noch verschiedenen Tierärzte heraus finden können.
Auf jeden Fall erinnert mich Hope auch sonst in verdammt vielen Dingen an ihren geliebten und noch immer schmerzlich vermißten Opa Momo. Jener große, statliche, amerikanische Collierüde mit dem meine große Liebe für Collies zwar nicht begann, jedoch war er der erste amerikanische Collie den ich mir als 12 Wochen alten Welpen selber kaufte.
Momo ist bisher für mich absolut einzigartig und unersetzlich gewesen was Intelligenz, Auffassungsgabe, Koordination, Kombination von Aufforderungen und selbstständigem Lösen von Problemen betrifft. Das, obwohl seine ersten Lebenswochen alles andere als gut verlaufen waren und auch die ersten Monate bei uns sehr schwierig waren.
Hope kommt da bisher sehr sehr nahe dran, oft so, dass die Erinnerung an Momo richtig präsent ist und weh tut. Jedoch ist es auch gleichzeitig ein sehr schönes Gefühl, diese tiefe wortlose Verbundenheit mit einem Tier erneut fühlen zu dürfen.
In diesem Sinne R.I.P. mein geliebter Momo, hab Dank für die tolle und leider viel zu kurze Zeit mit Dir und für Deine wundervollen Nachkommen.
Für Lucky suchen wir noch immer nach einem geeigneten Rudel. Sie ist wirklich ein toller, wunderschöner und unkomplizierter Hund. Sie braucht zwar bei manchen Dingen etwas mehr Geduld als Hope und auch Tux brauchten, jedoch mit der passenden Motivation kann man auch sie für Vieles begeistern.
Mehr Info und viele Bilder zu Lucky gibt es in den älteren Boloeinträgen.
Liebe Grüße
jK


































































































